Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Therapie

Im Therapie- und Bewegungszentrum sind die präventiven und therapeutischen Angebot der Physiotherapie für Erwachsene und Kinder, der Ergotherapie, der Logopädie, der Sporttherapie, der Tanztherapie und der Kunsttherapie unter einem Dach zusammegefasst. Durch die Kombination der vielfältigen Techniken haben wir die Möglichkeit, ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen.

Mit einem individuellen Therapieplan wird der Heilungsprozess unterstützt. Dabei steht unser großzügig, modern und komfortabel ausgestattetes Therapie- und Bewegungszentrum mit seinem Bewegungsbad nicht nur unseren stationären Patienten, sondern auch den Duisburger Bürgern für ambulante  Gesundheits- und Rehabilitationsmaßnahmen zur Verfügung.

Ergotherapie

Die Ergotherapie behandelt

  • Bewegungseinschränkungen der Extremitäten und deren Folgen, einschließlich der Beeinträchtigungen bei der Bewältigung des täglichen Lebens.
  • Beeinträchtigungen der Oberflächen- und Tiefensensilibität
  • Einschränkungen der Hirnleistungsfähigkeit (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Konzentration) aufgrund Erkrankungen aus dem neurologischen Bereich (Multiple Sklerose, Schlaganfall).
  • Erkrankungen des rheumatologischen Formenkreis (Chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew), sowie diverse Alterserkrankungen

Dementsprechend werden in der Ergotherapie folgende Ziele verfolgt

  • Beweglichkeit
    Förderung der sensomotorischen Fähigkeit der oberen Extremität auf Grundlage des Bobath-Konzeptes und der kognitiv-therapeutischen Übungen nach C. Perfetti
  • Eigenständigkeit
    Wiedererlernen des eigenständigen An- und Auskleidens, der Badewannen und Toilettenbenutzung, der Nahrungszubereitung und der Nahrungsaufnahme sowie eine evtl. Hilfsmittelberatung, -erprobung und -vermittlung.
  • Geistige Kompetenz
    Computergestütztes Hirnleistungstraining bei Störungen der Gedächtnisleistungen, der Konzentration und Aufmerksamkeit
Physikalische Therapie

Ziele und Maßnahmen der physikalischen Therapie

Belastende seelische Einflüsse verursachen häufig funktionelle Störungen, aus denen im Laufe der Zeit organische Krankheiten entstehen können, die ihrerseits auf die Seele rückwirken. Diese psychogen bedingten funktionellen Störungen finden ihren Ausdruck in Körperhaltung, Gestik, Mimik und Muskeltonus.

Die im Einzelfall verwendeten physikalischen Maßnahmen richten sich danach, welche Erkrankungen jeweils vorliegen und was dem Patienten unter Berücksichtigung des psychischen Allgemeinzustandes zuzumuten ist.

Oftmals geht es in der Psychiatrie allerdings gar nicht um eine präzise Therapieindikation, sondern eher um einen nonverbalen körperbezogenen Zugang zum Patienten, gewissermaßen einen somatopsychischen Ansatz mit dem Ziel die somatischen Beschwerden zu lindern und die psychische Stimmungslage des Patienten zu verbessern.

Die physikalische Therapie versorgt die stationären und teilstationären Patienten mit einem Angebot von klassischen Massagen, Bindegewebsmassagen, Lymphdrainagen, Bäder, Aromatherapie, Elektrotherapie, Fußreflexzonentherapie und Bewegungstherapie.

Während des gesamten Aufenthaltes werden Behandlungen der physikalischen Therapie im Team aus behandelndem Arzt, Pflegepersonal und Therapeuten abgesprochen und die Therapiemaßnahmen der jeweiligen Situation angepasst.

Physiotherapie/physikalische Therapie für Erwachsene

Physiotherapie

Behandlungen nach dem Bobath-Konzept, manuelle Therapie (nach Kaltenborn, Maitland und Cyriax), PNF (propriorezeptive neuromuskuläre Faszillation), McKenzie-Therapie (Schmerzbehandlung für den Rücken), Schlingentischtherapie

Physikalische Therapie

  • Lymphdrainage
  • klassische Massage, Bindegewebsmassage
  • Fußreflexzonenmassage
  • Elektrotherapie
  • medizinische Bäder
  • Fango, Heißluft
  • Kälte-/Eistherapie
Musiktherapie

Andreas Schneeweiß
Klinischer Musiktherapeut
Psychotherapie (HPG)

Arbeitsbereich:
Die psychiatrisch - psychosomatische Abteilung der Sana Kliniken Duisburg / Berthakrankenhaus

Musiktherapie wird als Gruppen - und Einzeltherapie im stationären und teilstationären Bereich (Tagesklinik) angeboten.

Abhängig von den Rahmenbedingungen und der Indikation wird

  •  übend / stabilisierend / ressourcenorientiert
  •  erlebniszentriert (z.B. Schulung der Selbst - und Fremdwahrnehmung )
  •  konfliktzentriert ( biographisch )

gearbeitet.

 Ein spezielles Angebot ist das Musiktherapeutische Trauerritual als Bewältigungshilfe bei Verlust ( z.B. Tod von Angehörigen ) und Trennung.

Tiefenpsychologische Tanz- und Körperpsychotherapie (BTD)

Tanz und Ausdruckstherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, welches sowohl am Körper als auch an den kreativen Prozessen des Patienten ansetzt.

Dieses Medium dient als Zugang zum Unbewussten und hilft somit bei der Bewusstwerdung und Nutzung bisher brachliegender Potenzen.

Der menschliche Körper lebt und speichert seine Lebensgeschichte (Körpergedächtnis).

Aktuelle wie vergangene Konflikte können psychisch bearbeitet und bewältigt werden. Am eigenen Körper werden tiefgehende Erfahrungen gemacht und im Gespräch analysiert und integriert.

Klinische Kunst- und Gestaltungstherapie

Die Kunst- und Gestaltungstherapie ist eine Form der Psychotherapie.
Ihr wesentliches Merkmal ist der Ausdruck mit bildnerischen Mitteln. In der Begegnung mit dem eigenen Bild/Objekt bietet die Kunst- und Gestaltungstherapie einen Ausdruck und Zugang zur Auseinandersetzung mit der eigenen PErsönlichkeit. Innere, nach außen projizierte Anteile (Emotionen, Konflikte, Bedürfnisse) finden so Form, Farbe - eine Gestalt - und können somit bewusst gemacht und integriert werden.

Im Gestaltungsprozess wird das eigene Erleben angesprochen; psychische, sinnliche und geistige Anteile werden aktiviert und in BEwegung gebracht. Somit sind der Gestaltungsprozess und das schöpferische Resultat gleichermaßen Bezugspunkt der Kunst- und Gestaltungstherapie.

Körper- und Bewegungstherapie

In unserer psychiatrisch-psychsomatischen Klinik gehören körperorientierte Therapieverfahren zum festen Bestandteil der Behandlung. Wir arbeiten hier nach einem 3-Modalitäten-Modell:

  • der funktionalen Ebene
    z.B. Gymnastik, Walking, Schwimmen usw.
  • der erlebnisorientierten Ebene
    z.B. Qi Gong, Feldenkrais, Körpererfahrung,
  • Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung usw.
  • der konfliktorientierten Ebene
    z.B. körpertherapeutische Einzel- und Gruppentherapien

Die Ziele der angebotenen Therapien sind sehr differenziert:

  • auf der funktionalen Ebene geht es um Aktivierung und Kräftigung des Organismus und der Förderung von Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit.
  • bei den erlebnisorientierten Therapien ist zum einen das Erlernen einer bestimmten Technik (z.B. Autogenes Training) Inhalt der Therapie, zum anderen die Förderung der Selbstwahrnehmungs- und Reflektionsfähigkeit.
  • bei den körpertherapeutischen Einzel- und Gruppentherapien ist die Lebensbiographie des Menschen und ihr leiblicher Ein- bzw. Ausdruck Thema der Arbeit.