Medizinische Schwerpunkte

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Hauttumore im Gesicht

Das Gesicht ist im Vergleich zu anderen Regionen des Körpers den Sonnenstrahlen am meisten ausgesetzt. Deshalb entstehen hier vermehrt Hautveränderungen deren Hauptursache bei den UV-Strahlen zu suchen ist. Diese Hautveränderungen sind häufig zunächst gutartiger Natur, können dann aber in einen bösartigen Tumor entarten. Teilweise geht ihr Wachstum direkt von bösartigen Zellen aus. Das Verhalten dieser Hautkrebsarten ist mehr oder weniger aggressiv. In allen Fällen sollten sie mit einem empfohlenen Sicherheitsabstand operativ entfernt werden. Ist dies geschehen, so entsteht eine besondere Situation, da das Gesicht ein sehr kleines Operationsgebiet ist. Es bietet nur wenige Möglichkeiten, auf Hautüberschüsse in der Umgebung zurückzugreifen, um den entstandenen Defekt zu decken. Gleichzeitig sind Form und Symmetrie im Gesicht so wichtig wie in keinem anderen Bereich des Körpers. Zahlreiche operative Techniken stehen zur Verfügung die je nach Situation vom Plastischen Chirurgen individuell abgewandelt werden müssen. Schön ist, dass im Gesicht die Narben, wenn sie richtig angelegt werden, sehr gut verheilen und fast unsichtbar werden.

Abstehende Ohren

Wenn die Ohrmuschel zu groß und / oder nicht vollständig geformt ist, dann stehen die Ohren ab. Dies kann einseitig oder beidseitig auftreten.

Über einen Hautschnitt an der Rückfläche der Ohrmuschel wird der Ohrknorpel je nach Anlage, in Form und Größe vom Plastischen Chirurgen verändert, sodass das Ohr in eine natürliche Position gebracht werden kann. Ideal ist der Zeitpunkt kurz vor der Einschulung. Die Operation erfolgt bei Kindern in Vollnarkose, bei Erwachsenen in örtlicher Betäubung.

Unschöne Lider

Die Haut und das darunter befindliche Gewebe im Umfeld des Auges sind sehr fein und lassen deshalb sehr frühzeitig den Alterungsprozess erkennen. Hierbei geht es vor allem um einen Elastizitätsverlust aller Gewebeschichten mit einem Absacken der Lidhaut und einem Hervortreten tieferer Strukturen.

All diese Veränderungen der Augenpartie verleihen häufig dem Blick, aber auch dem gesamten Gesicht einen Ausdruck, der mit der eigentlichen Gemütsstimmung in keiner Weise übereinstimmt (Müdigkeit, Traurigkeit, Zorn).

Durch Kosmetika und Lymphdrainage kann man beginnende Befunde soweit beeinflussen, dass sich eine Operation für einige Zeit herauszögern lässt. Sobald jedoch das Gewebe soweit verändert ist, dass es die Fähigkeit verloren hat sich zu regenerieren, ist eine Operation erforderlich.

Dieser Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt.

Die Narben sind bereits nach drei Monaten kaum noch sichtbar.

Brustverkleinerung

Zu große und zu schwere Brüste führen häufig bei der betroffenen Frau sowohl zu körperlichen als auch zu psychosozialen Einschränkungen die, sofern die Ursache nicht behoben wird, zu einem chronischen Beschwerdebild führen können.

Durch das Gewicht der zu großen Brust werden die Brusthaut und das Bindegewebe der Brust überbeansprucht, sodass es zu einem frühzeitigen, altersuntypischen Absinken der Brust kommt.

Moderne Techniken der Plastischen Chirurgie ermöglichen eine Verkleinerung des Brustdrüsen-Fett-Komplexes mit Neuformung desselben und gleichzeitiger Straffung des Hautmantels. Hierbei entsteht eine Narbe um den Brustwarzenvorhof herum, eine Narbe vom Vorhof zur Unterbrustfalte und, wenn nicht vermeidbar, eine Narbe in der Unterbrustfalte. Diese Narben machen einen natürlichen Reifungsprozess durch, wobei die Narben in den ersten Monaten noch deutlich gerötet sind und mit der Zeit soweit abblassen, dass sie sich der Pigmentierung der übrigen Haut anpassen.

Brustvergrößerung

Eine Brustvergrößerung wird dann durchgeführt, wenn sich das Brustbild einer Frau nicht harmonisch in das weibliche Gesamtkörperbild eingliedert. Hierbei werden verschiedene Ausgangssituationen in Betracht gezogen. Eine spärliche Brustentwicklung, eine Rückbildung des Brustgewebes nach einer oder mehrerer Schwangerschaften sowie ungleich große Brusthügel.

Zur Brustvergrößerung werden vom Plastischen Chirurgen spezielle Silikonimplantate eingesetzt.

Der Hautschnitt kann am Unterrand des Brustwarzenvorhofes, in der Unterbrustfalte oder in der Achselhöhle angelegt werden. Das Implantat zur Brustvergrößerung wird bis auf seltene Ausnahmefälle hinter den Brustmuskel positioniert um eine gute Weichteilabdeckung mit natürlich aussehendem Decolletè zu gewährleisten.

Bruststraffung

Extreme Gewichtsschwankungen aber auch längere Stillzeiten können zu einer unschönen, häufig altersuntypischen Erschlaffung der Brust führen. Sowohl die Haut als auch das Bindegewebe des Fettgewebes und des Drüsenkörpers verlieren an Elastizität und führen dadurch zu einem Formverlust der Brust.

Mit der so genannten Narben sparenden Technik wird der Drüsen- Fettkomplex neu geformt und die Brusthaut gestrafft. Hierbei wird der Brustwarzenvorhof proportional verkleinert und auf den höchsten Punkt des neu geformten Brusthügels platziert.

Implantatwechsel

In einigen Fällen, meist nach sehr vielen Jahren, muss ein Implantat ausgewechselt werden. Diese Situation entsteht dann, wenn sich das Brustgewebe infolge eines normalen Alterungsprozesses soweit absenkt, dass es mit dem Implantat keine optische Einheit mehr bildet. Große und wiederholte Gewichtsschwankungen oder mehrere Schwangerschaften mit anschließender Stillzeit können so eine Entwicklung beschleunigen.

In seltenen Fällen kommt es zu einer übersteigerten Fremdkörperreaktion des Körpers auf das Implantat. Hierdurch entsteht die Form störende zum Teil schmerzhafte Kapselfibrose, die ebenfalls einen Implantatwechsel erforderlich macht.

Die bereits bestehende Narbe wird in der Schönheitschirurgie als Zugang zum Prothesenfach gewählt. Bei ausgeprägten Formveränderungen ist eine zusätzliche Straffung des Brustgewebes erforderlich. Das Implantat wird bis auf Ausnahmefällen hinter den Brustmuskel gelegt.

Brustaufbau

Ist die Diagnose Brustkrebs gestellt, muss der Tumor operiert werden. Dies geschieht in der heutigen Zeit größtenteils Brust erhaltend. Nur noch ca. 20 % der betroffenen Patientinnen müssen sich einer Brustamputation unterziehen. Diese wird, sofern möglich, in Haut sparender Technik durchgeführt.

Trotz dieser schonenden Verfahren, besonders wenn Strahlenschäden hinzukommen, können erhebliche Deformitäten entstehen, die psychisch sehr belastend sind.

Diese Formstörungen können behoben werden. Eine amputierte Brust kann wiederhergestellt werden, wobei niemals der Anspruch erhoben wird, den natürlichen Ausgangsbefund vollständig rekonstruieren zu können. Vorzugsweise geschieht dies mit Eigengewebe, in manchen Fällen unter Zuhilfenahme eines zusätzlichen Implantates. Bei besonders günstiger Ausgangssituation kann die Brust nur mit einem Implantat neu geformt werden.

Als Eigengewebe benutzt man Haut- und Muskelgewebe von dem Rücken oder von der Bauchdecke, dort wo in den meisten Fällen kleinere oder größere Gewebeüberschüsse bereits bestehen. Mit diesem Gewebe werden Weichteildefekte der Brust ausgeglichen oder ein neuer Brusthügel geformt. Zuletzt wird der Brustwarzenvorhofkomplex durch eine Hautverpflanzung nachgebildet. Entnimmt man Gewebe vom Rücken, verbleibt eine Narbe die sich unter dem BH verstecken lässt.

Entnimmt man Gewebe von der Bauchdecke, so entsteht eine Narbe im Unterbauch, die sich durch Unterwäsche bedecken lässt. Hierbei entsteht der angenehme Nebeneffekt einer Bauchdeckenstraffung. Ein vollständiger Brustaufbau benötigt ein bis drei Operationsschritte die sich über einen Zeitrahmen von sechs bis zwölf Monate ausführen lassen.

Körperstraffung

Der normale Alterungsprozess, aber auch besondere Stresssituationen für den Körper, wie extreme Gewichtsschwankungen oder mehrere Schwangerschaften, können zu unschönen Veränderungen der verschiedenen Gewebsschichten an der Körperoberfläche führen. Das Gewebe verliert an Elastizität, sodass sich die Haut und das Bindegewebe nicht mehr wie ein "passendes Kleidungsstück" anlegen, sondern faltig und wulstig herabhängen.

Es stehen sehr viele verschiedene Operationstechniken zur Auswahl, die nach der jeweiligen zu korrigierenden Körperregion angewandt werden.

Hierbei wird das überdehnte, überschüssige Gewebe an der Körperoberfläche entfernt. Darunter liegende Schichten werden zum Teil gestrafft um eine verbesserte Körperkontur zu bilden.

Hierbei entstehen natürlich Narben die, wenn ihr Verlauf sorgfältig geplant wird, fein abheilen können und gut zu verdecken sind.

Die Narbe macht eine natürliche Entwicklung durch, die bis zu zwei Jahren dauern kann. Um diesen Prozess zu optimieren und zu beschleunigen, ist eine regelmäßige Narbenpflege sehr wichtig.

Fettabsaugung

Die Fettabsaugung ist eine sehr schonende und wenig belastende Operationsmethode in der Schönheitschirurgie um so genannte "Problemzonen" zu beseitigen und gleichzeitig harmonische Körperkonturen wiederherzustellen. Diese "Problemzonen" entstehen aufgrund lokalisierter Fettgewebsansammlungen an verschiedenen Stellen des Körpers. Meist lassen sie sich nicht durch Gewichtsabnahme und Sport beseitigen, sodass nur noch die Absaugung helfen kann. In seltenen Fällen bestehen Stoffwechselstörungen die krankhafte Fettablagerungen verursachen und hierdurch zu Abflussstörungen des Gewebswassers (Lymphe) führen. Eine Fettabsaugung kann hier ein erfolgreicher Therapieansatz sein.

Über mehrere kleine Hautschnitte (ca. 1 cm) wird nach Aufdehnung und gleichzeitiger Betäubung des Form- und Abfluss störenden Fettgewebes die Absaugung mit speziellen Kanülen vorgenommen. Dieser Eingriff wird vom Facharzt für Plastische Chirurgie in örtlicher Betäubung bei einem leichten Dämmerschlaf durchgeführt. Nur bei sehr ausgedehnten Befunden ist eine stationäre Behandlung erforderlich.

Bauchdeckenstraffung

Die Bauchdeckenstraffung ist eine relativ häufig angefragte Straffungsoperation in der Plastischen Chirurgie. Nach mehreren Schwangerschaften aber auch deutlicher Gewichtsabnahme, erschlafft die Haut und das dazugehörige Fett- und Bindegewebe. Nach einer oder mehrerer Schwangerschaften kann es auch zu einem Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskulatur kommen, die dann zu einer zusätzlichen Verformung des Bauches führt. Es kann außerdem ein sehr unangenehm juckender Hautausschlag über den Leisten und im Nabeltrichter, besonders in den warmen Monaten, auftreten.

Oberhalb der behaarten Schamregion und beiden Leisten wird ein bogenförmiger Hautschnitt angelegt um dann die erschlaffte Bauchdecke von der sich darunter befindlichen Bauchmuskulatur abzulösen. In vielen Fällen ist hier ein Heraustrennen des Nabels erforderlich. Das überschüssige Gewebe wird entfernt und die verbliebene Bauchdecke im Verlauf des Hautschnittes vernäht. Hierbei entsteht eine Narbe die so geplant wird, dass sie sich mit der vom Patienten bevorzugten Unterwäsche bedecken lässt. Ist der Nabel herausgetrennt worden, wird er neu platziert und eingenäht. Wurde eine auseinander gedrängte Muskulatur vorgefunden, wird diese mit einigen Nähten in ihre ursprüngliche Position gebracht.

Die Operation erfolgt in Vollnarkose und eine stationäre Behandlung ist erforderlich. Nach der Bauchdeckenstraffung muss der Patient für ca. drei Monate ein Form unterstützendes Mieder tragen.

Armstraffung

Bei der Armstraffung handelt es sich immer um eine Straffung der Oberarme. In den meisten Fällen ist sie nach einer extremen Gewichtsabnahme erforderlich. In seltenen Fällen kommt sie nach einer Fettabsaugung extrem voluminöser Oberarme zum Einsatz.

Zur Armstraffung wird ein längs verlaufender Hautschnitt an der Oberarminnenseite angelegt sodass die daraus resultierende Narbe bei angelegten Armen nicht zu sehen ist. Bei sehr ausgeprägten Befunden muss ein zusätzlicher quer verlaufender Hautschnitt in der Achselhöhle angelegt werden.

Die Armstraffung erfolgt in Vollnarkose und erfordert eine stationäre Behandlung. Nach der Operation muss der Patient eine Kompressionsweste mit langen Ärmeln für acht bis zwölf Wochen tragen.

Body-lifting

Dieses Operationsverfahren ist die aufwändigste Straffungsoperation in der Schönheitschirurgie, bei der die Bauchdecke geglättet und Oberschenkel und Gesäß gestrafft und angehoben werden. Auch hier ist eine extreme Gewichtsabnahme die häufigste Indikation.

Die Schnittführung und damit die spätere Narbe liegen über der Schamregion und über beiden Leisten. Von dort aus verläuft sie seitlich über beiden Oberschenkeln zum Gesäß hin. Hier liegt sie oberhalb der Gesäßmuskulatur. Das bedeutet, dass eine Narbe rings um den unteren Rumpf herum entsteht, die sich in der vom Patienten bevorzugten Unterwäsche verbergen lässt. Diese Operation ermöglicht es überschüssige Haut und das dazugehörige Fett- und Bindegewebe am Bauch, den Oberschenkeln und dem Gesäß zu entfernen.

Wahlweise kann in gleicher Sitzung die Oberschenkelinnenseite gestrafft werden. In diesem Fall wird überschüssiges Gewebe entfernt und die Oberschenkelinnenseite geglättet. Hierbei entsteht eine Narbe im obersten Bereich der Oberschenkelinnenseiten.

Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Eine stationäre Behandlung ist erforderlich. Nach der Straffung von Bauchdecke, Oberschenkeln und Gesäß muss der Patient ein Mieder mit knielangen Kompressionshosen für ca. zwölf Wochen tragen.